Zwischenruf und Nachdenkliches zum Urlaub

Bevor es ein paar Tage Urlaub gibt, sind mir doch noch ein paar Dinge über den Schirm gelaufen, die mich beschäftigen.

Zum Einen der Zwischenruf von Hans-Ulrich Jörges im Stern.

Er spricht mir in so vielen Punkten aus der Seele. Wenn ich mir ansehe, dass in diesem Land Gesetze nicht mehr im Parlament verhandelt, sondern dort lediglich noch die Reden schriftlich zu Protokoll gegeben werden, wenn ich höre, dass man der Fraktionsdisziplin wegen für das Gesetz stimmt, aber nur mit Bauchschmerzen, aber man ja ohnehin davon ausgeht, dass das Verfassungsgericht das Gesetz für nichtig erklärt – da frage ich mich schon, was aus unserer Demokratie geworden ist.

Dann kommt auch noch ein so genanannter Spitzenkandidat aus Sachsen, der Herr Thomas Jurk, daher und verkündet, dass er über dem Grundgesetz steht, und das ja nicht für alle gelten könne.

Übrigens meinte das auch unser Verteidigungsminister beim Thema des Abschiessens von Passagierflugzeugen. Man würde sich schon einen Piloten suchen, der den Befehl ausführt. Dies verstößt aber gegen das Urteil des Verfassungsgerichts.

Gleichzeitig werden Milliarden in die Autoindustrie geblasen um vor der Wahl ein Strohfeuer zu entfachen, damit es ja nicht vor der Wahl zu einem Kollaps kommt. Was die Banken an Steuergeldern verbrannt haben, darüber möchte ich gar nicht erst nachdenken – aber schön, dass sie alle schon wieder Gewinn erwirtschaften und Boni zahlen können. Nun, die Manager haben ja auch erfolgreich neues Geld aquiriert – von daher, chapeau!

Aber was mich wirklich aufregt ist, wie dreist man belogen wird. Wieder und wieder aus dem Hause unserer Familienministerin Zensursula von der Leyen.

Diesmal blamiert sie uns zwar nicht bei den Indern, so dass es keine Entschuldigung an die Indische Botschaft geben muss, nein, diesmal vertritt sie die Meinung, dass man auch mal darüber nachdenken könne andere Inhalte im Internet ebenfalls zu verstoppschildern.

Getreu dem Motto was schert mich heut mein Geschwätz von Gestern. Toll!

Gleichzeitig frage ich mich immer wieder, was die ganzen Kinder eigentlich unbeaufsichtigt im Internet machen, die man hier in Chatrooms und Social Networks vor irgendwas schützen muss.

Immerhin lassen die Erziehungsberechtigten die Kinder hier mir einem Kriegsinstrument unbeaufsichtigt alleine!

Das Internet ist von Wissenschaftlern für die Wissenschaft ersonnen und später durch das Militär weiterentwickelt worden.

Aber im Ernst: Kann man wenn man unter 18 Jahre alt ist einen eigenen Internetanschluss bekommen? Geht das ohne volle Geschäftsfähigkeit? Nein? Ach! Wie also kommen die 8-12 Jährigen dann ins Internet – wer missachtet da seine Aufsichtspflicht?